Ein ungewöhnliches Projekt – AutoIT NetzAdmin

Hallo liebe Leser,

heute geh es um ein etwas ungewöhnliches Projekt von mir. Hier muss man dazusagen, dass ich eher ungern programmiere (ok – Arduinos sind ne Ausnahme 😉 ), aber manchmal muss es nun mal sein. Konkret geht es um ein kleines Projekt, dass ich für mein NAS im Heimnetz geschrieben habe, um es einfach zu machen es ein und auszuschalten ohne aufzustehen und hin zulaufen. Es kann den Server aufwecken (WOL = WakeOnLAN, d.h. über das Netzwerk wecken), ihn neu starten und herunterfahren. Das Programm habe ich für unsere beiden Windows PCs geschrieben, es sollte aber auch in einer Emulation auf Linux laufen (Stichwort wine). Für das WOL kann das Script entweder selbst ein Paket verschicken oder über ssh einem anderen Server den Befehl geben das NAS aufzuwecken (z.B. ein Script aufrufen, dass auf einem MikroTik liegt 😉 ). Für das Neustarten und das Ausschalten wird mithilfe des Tools PLINK eine ssh Session zum NAS aufgebaut (da es nur fürs Heimnetz ist trage ich das Passwort im Klartext ein, weil es aufwendiger wäre ssh-Keys zu verteilen – na gut ich bin zu faul 😀 ). Außerdem ist eine Echtzeitanzeige über den Onlinestatus des Server vorhanden (einfacher Ping). Damit das Script funktioniert muss wie im Kommentar beschrieben die PLINK.exe vorhanden sein.

Den Quellcode findet ihr auf meinem Github Account (https://github.com/Spl1x/AutoIT-NetzAdmin) unter einer MIT License. Ich hoffe es gefällt euch und ihr findet Verwendung dafür.

Viele Grüße,

splix

Linux: Mails ohne großen Aufwand verschicken (ssmtp)

Hallo,

heute geht es um das Thema Emails. Besser gesagt geht es um das verschicken von Emails, denn es gibt Fälle, in denen das eigene Linux System Mails verschicken soll, z.B. Logwatch oder ein Webserver, der über Mail-Funktion von PHP Mails verschicken soll. Doch für solche kleinen Aufgaben wäre es viel zu aufwendig Postfix, Sendmail etc. einzurichten. Außerdem ist es Privatleuten ohne feste IP (die meisten Mail-Server verwerfen Emails von Privaten IPs, um Spam zu vermeiden) und ordentliche Zertifikate ohnehin nicht möglich einen solchen Server zu betreiben. Um dieses Problem zu lösen kann man einen sogenannten SMTP-Ralay-Server einrichten. Dieser nimmt die Emails entgegen und verschickt diese über den Mailserver eines „legitimen“ Anbieters. Lange Rede kurzer Sinn, es geht um die Einrichtung des netten Tools ssmtp, das für das oben genannte Problem eine gute Lösung ist:

Als muss ssmtp aus der Paketquelle installiert werden. Hier nochmal der Hinweis: Installiert und konfiguriert wird als root!

sudo su
apt-get update
apt-get install ssmtp

Jetzt geht es an die Einrichtung von ssmtp, hierbei müssen 2 Konfigurationsdateien an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Fangen wir mit der Datei ssmtp.conf an (ich verwende wie immer nano, aber ihr könnt gerne den Editor eurer Wahl nehmen). Hier wird der zu nutzende Mailserver inklusieve Passwort Benutzer usw. eingetragen werden:

nano /etc/ssmtp/ssmtp.conf

Das Beispiel zeigt die Einrichtung für ein GoogleMail Konto, die FETT geschriebenen Zeilen müsst ihr an eure Situation anpassen. Wenn ihr einen anderen Anbieter habt, googelt einfach den Namen zusammen mit „Postausgangsserver“ und ihr werdet die notwendigen Daten finden.

root=NAME@gmail.com
mailhub=smtp.gmail.com:587
hostname=NAME@gmail.com
UseSTARTTLS=YES
AuthUser=NAME
AuthPass=PASSWORT
FromLineOverride=YES

Wie ihr hier seht wird das Passwort leider im Klartext gespeichert, richtet euch am besten ein extra Email-Konto für ssmtp ein.

Also Nächstes müssen wir noch festlegen, wer den Mailserver benutzen darf, das passiert in der revaliases Datei:

nano /etc/ssmtp/revaliases

Hier tragt ihr in diesem Format ein welche Benutzer den Server verwenden dürfen:

BENUTZER:NAME@gmail.com:smtp.gmail.com:587

Das würde bedeuten, dass der Benutzer BENUTZER Mails von NAME@gmail.com über den Server smtp.gmail.com (Port 587) verschicken darf.

Zum Schluss will das Setup natürlich auch getestet werden:

echo „Test“ | mail EMPFÄNGER@BEISPIEL.DE -s „Betreff“

Das wars auch schon für dieses mal. Vielen Danke fürs Lesen! 🙂 Falls ihr noch irgendwelche Fragen oder Anmerkungen habt stehe ich in den Kommentaren gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße,

splix